
LAGUNA DEL LAGARTO LODGE
Kleines Hotel mitten im Regenwald
1. Tag - Dienstag 14.9.
Die Maschine startet pünktlich und ich darf gespannt sein, ob alles so klappt wie vorgesehen.
Zuerst fliege ich nach Barcelona, von dort mit der nächsten Maschine nach Madrid.
Die Umsteigezeit in Madrid ist mit 1 Stunde sehr knapp bemessen. Da aber die Maschine überpünktlich landet, geht alles glatt.
Zu meinem Glück ist die Maschine nur etwa zu 60% belegt und nach dem Essen haue ich mich aufs Ohr und verschlafe den Flug bis kurz vor Miami.Entgegen anders lautenden Meldungen bin ich sehr schnell mit den Einreiseformalitäten fertig und 2 Stunden vor Weiterflug komme ich im Transitraum an. Da immer wieder gefragt wird, ob im Flughafengebäude geraucht werden darf, hier eine kurze Info: Es gibt keine Raucherecke im Flughafen, aber man kommt - genügend Zeit vorrausgesetzt- problemlos ins Freie. Pass, Flugticket sowie die grüne Ausreisekarte sollte man aber mitnehmen, damit es auf dem Rückweg keine Probleme gibt.
Der Transitraum der Iberia ist
im Bereich
E20 - E25. Von dort kann man mit dem Zug zum Ausgang fahren. Nach dem
Aussteigen
die Rolltreppe runter, 30 mtr. nach links und schon ist man am Ausgang und kann
ins Raucherparadies"
Der Weiterflug nach San Jose klappt problemlos und da die Maschine etwas früher abfliegt,
ist sie „schon" um 00:30 Uhr in San Jose. Mitten in der Nacht hat wohl niemand große Lust
auf Einreiseformalitäten. Nur das Reisegepäck wird kurz durchleuchtet und schon bin ich durch. Ich werde erwartet, ins Taxi gesetzt und bin dann schon um 1:15 Uhr im Hotel
Berna Tica, wo ich so früh noch gar nicht erwartet werde.Obwohl es schon so spät ist, bin ich hellwach und mit Dora sitze ich noch gemütlich zusammen und gönne mir mein erstes Imperial.
2.Tag - Mittwoch 15.9
Trotzdem bin ich morgens schon um 6:30 Uhr wach, die Sonne scheint, es ist herrliches Wetter und ich gehe gemütlich frühstücken, bevor der Fahrer kommt um mich in die Laguna del Lagarto Lodge zu bringen.Der Fahrer ist zwar pünktlich, aber ich nicht. Zuerst wird fertig gefrühstückt bevor es dann so kurz vor 9 Uhr losgeht. Die Fahrt zur Lodge dauert je nach Straßenzustand und Wetter etwa 4 bis 5 Stunden. Die Fahrt ist abwechslungsreich, führt durch schöne Landschaft und vielseitige tropische Vegetation. Wir halten am Wasserfall und kurz danach bei den Colibris. Leider sind die kleinen Burschen so schnell und wuselig, so dass ich kaum Bilder machen kann, die dann anschließend nicht verwackelt sind
Ankunft in der Lodge ist kurz vor 2 Uhr.
Ich werde schon erwartet. Nach ein paar kurzen Infos zu den Essenszeiten, bekomme ich mein Zimmer und kann nun zum gemütlichen Teil übergehen.
Ach ja die Essenszeiten.....
Frühstück ist um 7 Uhr - ich etwas erstaunt, frage nach: ab 7 Uhr?
Nein, bekomme ich zur Antwort
um 7 Uhr !
Na so was, wo bin ich denn da gelandet? Ich bin doch nicht bei der Bundeswehr,
sondern im
Urlaub!
Aber es stellt sich heraus, dass es problemlos geht. Man geht früh ins Bett, durch die Zeitumstellung ist man eh früh müde. Morgens bin ich die ganzen Tage immer schon mit
der 1. Dämmerung wach ( ca. 5:15 Uhr )
Nachdem ich etwas gegessen und getrunken habe, setzte ich mich zuerst auf die Terrasse und lausche auf die Geräusche die aus dem nahem Regenwald dringen. Die Geräusche sind unbeschreiblich. Obwohl ich das schon von anderen Ländern kenne, fasziniert es mich immer wieder aufs Neue.
Gegen später erkunde ich noch die nähere Umgebung und finde ein kleines überdachtes Häuschen mit Sitzgelegenheit bei der Lagune.
Dort halte ich mich lange auf und beobachte ein paar Affen die von Baum zu Baum
springen.Nachdem ich aber ein paar mal recht heftig von kleinen unscheinbaren
Waldameisen gepiesackt werde, gehe ich zurück und verbringe den
restlichen Nachmittag auf meiner Terrasse.
Abends beim Essen bietet mir Adolfo noch an um 6 Uhr mit ihm zusammen
durch die Lagune zu paddeln. Etwas wundere ich mich zwar, weil es um 6 Uhr
ja dunkel ist, sage dann aber trotzdem zu.

3. Tag - Donnerstag 16.9
Um 5 Uhr bin ich schon wach und die Dämmerung setzt kurz danach ein.
Ein wunderschönes Bild. Die Bäume im Regenwald sind von Nebel umgeben.
Das Erwachen des Tages zu beobachten mit den Geräuschen aus dem Regenwald ist ein unbeschreibliches Erlebnis. Auf den Bäumen vor meiner Terrasse versammeln sich unzählige Vögel und beginnen mit ihrem Morgenkonzert. Viele
der Vögel kenne ich nicht und kann sie deshalb auch nicht beschreiben, aber es sind auch
unzählige kleine Tukane dabei.
10 Minuten nach 6 steht auf einmal Adolfo vor mir und fragt, wo
ich bleibe.
Uppps, das war wohl ein Missverständnis von mir, da ich ja dachte er meint abends um 6
Ich entschuldige mich und erkläre meinen Irrtum ;-)
Die Fahrt im Kanu auf der Lagune ist ein
Erlebnis und ich kann mich nicht satt sehen.
Kurz nach 7 zieht Adolfo das Genick ein und meint wir müssen nun unbedingt zurück wegen dem Frühstück. Das Frühstück ist landestypisch, es gibt
unter anderem Gallo Pinto, das Nationalgericht Costa Ricas und schmeckt wirklich super.
Überhaupt ist das Essen in der Lodge sehr gut und ich will an dieser Stelle Adolfo ein Riesenkompliment machen.
Kurz nach 8 Uhr geht es zum Fluss San Carlos und es steht eine Bootstour auf dem Programm.
Das Boot fährt bis zur Grenze von Nicaragua, wo der Rio San Carlos mit dem Rio San Juan zusammentrifft. Der Fluss ist gleichzeitig auch die natürliche Grenze zum Nachbarstaat.
Vom Boot aus gibt es einige Tiere zu bestaunen. Viele Vögel, überwiegend Reiher, Krokodile, Fledermäuse, Schildkröten und Leguane sehe ich auf der Strecke.
Im Grenzort Boca san Carlos wird halt gemacht.
Der Ort hat 100 Einwohner und lebt auch heute noch gänzlich ohne Strom.
Trotzdem gibt es 2 Schulen und einen Kindergarten, die ich besuchen kann.
Bis zur Stunde ist das Wetter übrigens toll und von der sogenannten Regenzeit hab ich noch kaum was bemerkt. Ein kurzer Schauer von 10 Minuten am Abend, war der einzige Regen.
Mir soll es recht sein und wenn ich auch mit mehr Regen gerechnet hatte, bin ich so natürlich auch zufrieden ;-)
Nachdem ich wieder in der Lodge zurück bin, mache ich erst mal eine kleine Pause auf der Terrasse. Da das Wetter auch noch am Nachmittag sehr schön bleibt, wage ich mich an einen Dschungelspaziergang. Puhh, was für eine Hitze ( ca. 35 grad ) das Schlimmste ist aber die hohe Luftfeuchtigkeit. Es ist unglaublich. Nach 1 knappen Stunde werfe ich dann das Handtuch, da ich bis auf die Haut durchnässt bin und triefe vor Schweiß.
Am Nachmittag gehe ich wieder zu meinem Lieblingsplatz an der Lagune und kann wieder die Affen beobachten. Auf dem Rückweg sehe ich in der Lagune ein kleines Babykrokodil,
aber das was mich nach dem Nachtessen erwartet, stellt das einzelne Baby natürlich in den Schatten.
Krokodilfütterung ist angesagt und wir gehen zur Lagune.
Schon auf dem Schotterweg kommt uns
so eine Panzerechse entgegen und wartet aufgeregt auf Futter. Merke: Hast Du das Krokodil im Haus, ersparst du dir den Wachhund ;-)
Im Wasser der Lagune wimmelt es von Krokodilen in
allen Größen.
Viele Babykrokodile sitzen auf den Seerosenblättern.
Auf dem Rückweg sehen wir noch einen Riesenfrosch der wohl ein sehr starkes Kontaktgift hat. Vorsicht ist also angesagt.
Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende und ich gehe früh schlafen.

| Morgendämmerung im Regenwald |
Spinnenbesuch auf der Terasse |
|---|
4.Tag Freitag 17.9
Wieder bin ich in aller herrgottsfrühe wach und laufe los zur Lagune. Über nacht ist dort ein wunderschönes Spinnennetz entstanden und die ersten Sonnenstrahlen scheinen auf das Netz.
Heute ist mein Relaxtag der sich überwiegend auf der Terrasse abspielt.
Dort bekomme ich
Besuch von einer Vogelspinne. Das Tier ist so nett und hält ganz still, so dass ich ohne Probleme mehrere Fotos schießen kann.
Am Nachmittag besuche ich noch einmal meinen Lieblingsplatz an der Lagune und sehe dort
die kleinen grünen Leguane, von den Einheimischen auch Jesus genannt, weil diese Leguane mit einer unglaublichen Geschwindigkeit über das Wasser rennen.
5.Tag Samstag 18.9.
4 wunderschöne Tage gehen zu Ende. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sitze ich auf meiner Terrasse und warte auf den Fahrer der mich nach La Fortuna zum Arenal bringen wird. Am frühen Morgen sehe ich noch ein Tayra ( eira barbara ) eine Marderart, die ich bis zu diesem Tag noch nicht kannte.
Anmutig läuft das Tier mit tänzelnden Schritten über den Grassboden.Ich bin so fasziniert, dass ich ganz vergesse, den Fotoapparat zu holen. Die Tiere sind Fleischfresser, verachten aber auch die Bananen nicht und bedienen sich deshalb gerne bei der Lodge. Schnell hole ich doch noch den Foto, in der Hoffnung, dass das Tier auch auf dem Rückweg wieder an meiner Terrasse vorbeikommt und das Foto gelingt, wenn auch nicht in bester Qualität.
Der Fahrer kommt pünktlich und auf geht es zu neuen Ufern.
Mittags gegen 2 Uhr komme ich im Hotel Las Cabanitas an.
Die Hütten wirken von außen etwas dürftig und könnten dringend einen neuen Anstrich gebrauchen. Innen sind sie sauber, groß und recht gemütlich.
Trotzdem ist der Preis von 64 $ überteuert. Je nach Lage kann es auch etwas laut werden. Wer direkt vorne an der Strasse wohnt, bekommt den vollen Verkehrslärm ab.
Da es stark nach Regen aussieht, lasse ich mir was zum Essen bringen und verbringe den Nachmittag auf dem Balkon.
Nach dem Regen ist der Arenal frei von Wolken und die Rauchfahne ist gut zu erkennen.
Welch ein Wunder, dass ich den Gipfel zu sehen bekomme, da dies in der Regenzeit fast nie möglich ist, aber ich gehöre zu den Glückspilzen die den Arenal an allen drei Tagen wolkenfrei bestaunen dürfen. Abends mache ich noch einen kurzen Abstecher nach La Fortuna. Das Hotel L. Cabanitas liegt etwa 1km außerhalb.
>> weiter La Fortuna
>> Links Costa Rica
>>Fotogalerie
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Informationen Laguna del Lagarto Lodge
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© 2005 - http://www.die-reiseseite.de - Elvira Mortag |
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