
20.September 2005
Die Anreise
Heute geht es endlich los und ich muss früh raus.
Das Flugzeug startet superpünktlich und ist fast eine
halbe Stunde vor der geplanten Zeit in Palermo.
Dafür warte ich dann aber endlos lange auf das Gepäck.
Kurz überlege ich ob ich mit dem Taxi nach Trappeto
zum Bahnhof fahre und dort in den Zug steige.
Da ich aber nicht ganz sicher bin, ob die Zeit zum Zug
reicht, wage ich keine Experimente und fahre mit dem
Bus nach Palermo.
Dort geht um 16:00 Uhr ein Bus der Segesta Linee nach
Trapani. Leider kommt der Bus dann im Hafen von
Trapani um 18:05 Uhr an. 5 Minuten zu spät um noch
das 18 Uhr Boot zu erreichen. Also warte ich dann eben
die Stunde bis um kurz vor 19 Uhr das nächste Boot fährt.
Das Boot fährt über Levanzo und obwohl es schon ziemlich
duster ist, kann man den netten kleine Ort noch gut erkennen.
Die Häuser schmiegen sich eng aneinander an den Hang und
die Fenster sehen aus, als ob ängstliche Augen aufs Meer
starren.
Das kleine Inselchen gefällt mir ausgesprochen gut.
Um 19:30 legt dann das Schiff in Favignana an und 15
Minuten später bin ich im Hotel.
Das Hotel Egadi gefällt mir sehr gut und ich werde am
1. Abend
im dortigen Restaurant essen.
Das Essen ist
fantastisch, was
man
bei dem Menüpreis in Höhe von
40 Euro aber auch erwarten darf.
21.9.
Die Sonne scheint und nach einem ausgiebigen Frühstück
Ist mein Tatendrang geweckt. Am Vormittag schlendere ich
durch die engen Gassen.Im Ort findet man alles was benötigt wird,
auch
mehrer Bankautomaten sind vorhanden
Bei meinem
Spaziergang
entdecke ich
dann, daß 3 Buslinien auf der Insel
verkehren. Ich fahre mit
allen 3 Linien quer über die Insel um mir
einen 1. Eindruck zu
verschaffen. In der Buslinie 2 treffe ich
auf den Fahrer Nicola,
der fast perfekt deutsch spricht. Was für ein
Glück für mich. So erfahre
ich einiges über die Insel. Oft hält er an
um uns Touris auf
Sehenswürdigkeiten aufmerksam zu machen,
oder auch um
kleine Anekdoten zu erzählen.
Mit soviel neuem Wissen ausgestattet, lassen sich doch gleich
viel besser Pläne machen, was einen Besuch lohnt.
Am Nachmittag laufe ich noch ein Stück den Monte S. Caterina hoch.
Von dort oben hat man einen schönen Überblick über die Insel.
Der Westen der Insel ist flach, der Osten gebirgig.
22.9
Nachdem ich vom „Bergsteigen“ heute einen ordentlichen
Muskelkater habe, lasse ich es ruhig angehen und lege einen
Badetag ein. Favignana hat traumhafte Buchten mit klarem Wasser,
das in allen grün- türkis- und Blautönen schimmert.
Nach dem Tunnel bei der Isla Preveto liegt eine solche Bucht.
Dort verbringe ich den Vormittag. Am Nachmittag fahre ich weiter
Zur Pta. Sottile. Dort am Leuchtturm gibt es weitere schöne Buchten.
Da dort außerdem auch ein netter Wind weht, schmort man nicht zu
sehr in der Sonne.
Da Sonnenbaden sehr anstrengend ist ;-) gehe ich früh zu Bett.
23.9.
Heute geht es bei absolutem Traumwetter zur Nachbarinsel Levanzo.
Das kleine Inselchen ist von Favignana in 10 Minuten erreicht.
Der nette kleine Ort mit den weißen Häusern liegt malerisch
am Hang. Das türkisgrüne Wasser im Hafen tut ein übriges um
ein romantisches Gefühl aufkommen zu lassen. Was für eine
Kulisse. Die kleine Insel wird hauptsächlich von Tagesgästen
der Nachbarinseln oder von Sizilien aus besucht.
Es gibt aber auch 2 Hotels. Gut geeignet ist die Insel für Leute
die Ruhe wollen oder für Einsamkeitsfanatiker.
Badebuchten sind eher Mangelware. Zum Baden eignet sich
Favignana besser.
Am Vormittag schaue ich mir das kleine Örtchen an und laufe
den Weg in Richtung Faraglioni. Gegen Mittag geht es in
entgegengesetzter Richtung zur Cala Minnola, ca. 35 Minuten
Fußweg vom Ort entfernt.
Am frühen Nachmittag fahre ich nach Favignana zurück und
da es noch früh am Tag ist, mache ich noch einen Abstecher
an die Cala Rotonda .
24.9.
Heute wird ein Fahrrad gemietet. Schließlich will ich auch
noch die Ecken kennen lernen, die die Inselbusse nicht anfahren.
Da die Westseite ja ziemlich flach ist, ist es eine angenehme Tour.
Zuerst geht es an die berühmte Cala Rossa. Auf Schritt und Tritt
stolpert man auf der Insel über Bilder dieser Bucht. Sie ist aber
auch wirklich sehenswert. Das Wasser hat eine solch intensive türkis
Färbung dass es schon fast kitschig wirkt.
Eine Bucht für’s Auge. Zum Baden finde ich andere Buchten
wesentlich geeigneter. Das dürfte aber auch damit zusammen
hängen aus welcher Richtung der Wind weht. Trifft der Wind
auf die Bucht gibt es recht große Wellen.
Ein weiteres Highlight auf meiner Fahrradtour ist die Bue Marino.
Das Wasser hat eine solch intensive blaugrüne Färbung, dass man
fast meint, man wäre in der Karibik. Es fehlen nur die Palmen.
Von Bue Marino geht es weiter an die Cala Azzurra. Eine kleine
Bucht ganz am Westende der Insel, die zum großen Teil aus
Felsen besteht. Von der Cala Azzurra ist es nicht mehr weit bis
zum Lido Burrone. Hier an der Südseite der Insel gibt es die
meisten Sandstrände und wird deshalb auch von vielen Gästen
mit kleinen Kindern besucht.
Am Nachmittag kommen dunkle Wolken und es sieht stark nach
Gewitter aus, deshalb fahre ich vorsichtshalber zurück in den Ort,
da ich natürlich die Regenjacke im Hotel vergessen habe.
Als ich ankomme haben sich die dunklen Wolken verzogen und die
Sonne scheint wieder. Trotzdem ist mir die Lust auf’s Radfahren
vergangen. Der Hintern tut mir weh und meine Beine fühlen sich an
wie mit Blei gefüllt. Das wird sicher wieder ein netter Muskelkater
werden.
Radfahren macht durstig, deshalb lasse ich den Nachmittag mit
eisgekühlten Getränken gemütlich auf der Piazza Madrice ausklingen.
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