Nachmittags komme ich in Bangkok an, es ist heiß, schwül und hat 32 Grad, in Sekundenschnelle bin ich naßgeschwitzt. Gleich mal ein bißchen Geld einwechseln. Der Kurs in der Ankunftshalle ist genauso gut wie bei den Banken und Wechselstuben in der City. In der Ankunftshalle gibt es
etliche Wechselschalter, sowie Schalter mit Hotelangeboten, Limousinen- und Taxiservice, Trips
und Ausflüge in und um Bangkok herum.
Organisierte Trips und Ausflüge sind in den Reisebüros der Stadt aber sehr viel billiger zu bekommen.
Wer also nach langem Flug im Großstadtgetümmel nicht gleich auf Hotelsuche gehen will, der kann hier bequem seine Wahl treffen. Aber: auch nach langem Flug und wenn man müde ist, handeln nicht vergessen.
Bei meinem letzten Thailandtrip hatte ich Bangkok ausgelassen. Aber diesmal will ich es wissen. Von den über 400 Tempel, die
es in Bangkok gibt, möchte ich einige besichtigen. Shopping ist angesagt. Zur Schlangenfarm will
ich auch . Außerhalb des Flughafens befinden sich die Taxameter-Taxis. Diese sind billiger, wie
die Taxis, die im Flughafengebäude gebucht werden können. Man zahlt bis in die Innenstadt, je
nach Fahrziel, etwa 250 - 300 Baht.Dieser Preis besteht aus dem Taxameterpreis,
F
lughafenzuschlag, sowie Highwaygebühren.
Nachdem ich mich im Hotel vom Reisedreck befreit habe, stürze ich mich ins Getümmel.
Der Verkehr und die Verkehrsstaus sind enorm. Wie soll man da nur auf die andere Straßenseite kommen? Die Verkehrsregelung an den Ampeln ist für mich nicht so ganz verständlich. Mal wird
bei Rot gefahren, mal nicht. Scheint höhere thailändische Mathematik zu sein. Ein Thailänder
streckt die Hand aus und stürzt sich todesmutig auf die Straße, die Autos halten tatsächlich an,
also nichts wie ihm nach. Hätte ich mich nicht angeschlossen, würde ich wahrscheinlich immer
noch an der Kreuzung stehen. Am besten nimmt man die Überführungen, die zur Stadtbahn
führen und gleichzeitig als Fußgängerbrücken benützt werden können. Ich komme bis zum Emporium Kaufhaus, da setzt der erste Regen ein. Fasziniert beobachte ich, wie Angestellte
mit riesigen Regenschirmen die Kunden zu den Taxis begleiten, das ist Service pur. Am
nächsten Morgen herrscht strahlender Sonnenschein, also los zur Tempelbesichtigung. Von
den über 400
Tempeln, die es in Bangkok gibt, kann ich 4 besichtigen. Einer der schönsten
Tempel ist wohl
der Wat Benchamabopit.
Bei den meisten Tempel ist fotografieren und filmen erlaubt. Trotzdem, sollte immer vorher gefragt werden.
Der Königspalast kann nur in
angemessener Kleidung besichtigt werden. Keine Shorts, geschlossene Schuhe.
Nach der Tempelbesichtigung mache
ich noch eine Bootstour durch die Kanäle Bangkoks.
Für eine Stunde soll das Boot 1000 Baht kosten, der Preis ist recht heftig, also ist wieder handeln angesagt.
Wenn viel los ist, und alle
Boote unterwegs sind, hat man da allerdings schlechte Karten.
Am Anleger versuchen
aufdringliche Souvenirverkäufer, ihre überteuerten Souvenirs an die Touristen zu verkaufen.
Von den unzähligen Stoffgeschäften und Schneidereien in Bangkok möchte ich hier
nur 2 erwähnen, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe.
James Fashion International
344/2-6 Sukhothai Road, Suanchitlada Dusit Bangkok, Tel. 668-6990-3, Fax 668-6990
Etwas teuer, aber die abgelieferte Arbeit war hervorragend.
Metro Square House of Fashions
1091209-10 Metro Plaza, Petchburi 33, Petchburi Road, Phayathai, Bangkok 10400
Tel. 253-7821, Transportservice wird hier angeboten: for free transportation please call
Tel. 253-7821
Die meisten Schneider in Bangkok halten die Maße der Kunden etwa 5 Jahre
und nehmen auch Email und Faxbestellungen an. Wenn man zufrieden war, ist es kein Problem
aus Deutschland zu bestellen.
DIE SCHLANGENFARM
und meine abenteuerliche Fahrt durch Bangkok mit Tuktuk Fahrer Danny.
Morgens 8.30, Bangkok scheint noch zu schlafen, studiere ich an der Touristinformation in der Sukhumvit Road den Stadtplan. Ein freundlicher Thailänder fragt mich, wohin ich will. Zur Schlangenfarm, bekommt er meine Antwort. Oh, die Schlangenfarm macht heute erst um
11.00 Uhr auf, erwidert er. Aber er könne mir einen sehr günstigen Sightseeing Trip anbieten,
diverse Tempel und Shoppingmöglichkeiten, anschließend kann ich dann ja zur Schlangenfarm. Lang überlege ich nicht. Also gut, rein ins Tuktuk und los geht die Fahrt. Erster Stop ein kleiner Tempel, irgendwo in Bangkok. Tuktuk Fahrer Danny wartet draußen während meiner Tempelbesichtigung. Ein gut gekleideter, seriös wirkender junger Mann verwickelt mich in ein längeres Gespräch. Er erzählt mir, er sei Anwalt und reise morgen geschäftlich nach London,
um Edelsteine zu verkaufen. Er zeigt mir ein Edelstein-Zertifikat, toll gemacht, mit Goldbuchstaben und allem Schnickschnack und sonstigem blabla, in dem die Echtheit der Steine bestätigt wird.
Der Preis den er bezahlt hat, nur schlappe 5000 amerikanische Dollar. Er nennt mir eine Schmuckfabrik, die angeblich nur 2 mal im Jahr geöffnet hat und zu absoluten Toppreisen, Edelsteine verkauft, und meint: ich solle doch unbedingt dort hin und mir die Steine ansehen,
so günstig käme ich nie wieder an Edelsteine, und heute, was für ein Glück für mich, hätte diese Fabrik geöffnet. Anschließend könne ich die Steine dann ja für teures Geld in Europa weiterverkaufen.
Was für ein Zufall, daß Tuktuk Fahrer Danny mich dann genau zu dieser Schmuckfabrik fährt. Ein abgekartetes Spiel? Ich meine, ja. In Reiseführern wird diese Masche geschildert. Wenn dann Touristen in dieser Fabrik tatsächlich Edelsteine kaufen und diese in
Europa weiterverkaufen wollen, stellt sich meistens heraus, daß die Steine zwar echt, aber minderwertig sind. Also Vorsicht. Wenn man von Edelsteinen nicht viel versteht, lieber die Finger
weg lassen von diesem angeblich so tollen Schnäppchen.
Ich habe die Edelsteine selbstverständlich nicht gekauft, und mir dadurch wahrscheinlich viel
Ärger und Geld erspart. Mein Tuktukfahrer ist allerdings sehr erfinderisch und flexibel. Er schleppt mich von Schmuckgeschäft zu Schmuckgeschäft. Was beim ersten nicht funktioniert hat, könnte ja eventuell beim nächsten Geschäft doch noch klappen. Zumal das Verkaufsverhalten des Personals dieser Schmuckgeschäfte auf eine sehr aggressive Strategie ausgelegt ist. Als ich schließlich energisch protestiere und verlange zur Schlangenfarm gefahren zu werden, merkt er endlich, daß
mit mir kein Geschäft zu machen ist.
Ankunft Schlangenfarm dann um 11.30 Uhr, pünktlich zum Ende der Vorstellung, die von 11 bis
11.30 geht. In diesem Moment hätte ich den Tuktuk Fahrer erwürgen können, aber eigentlich war
es ja meine eigene Dummheit. Hätte ich rechtzeitig mein Gehirn eingeschaltet, wäre das wohl
nicht passiert. Die Schlangenfarm hat natürlich nicht, wie vom Fahrer behauptet erst um 11.00
Uhr geöffnet. Das ist einfach eine Masche dieser Fahrer, zu erzählen, diese oder jene Sehenswürdigkeit hätte heute geschlossen. Hätte ich meinen Reiseführer gründlicher studiert,
dann hätte ich von dieser Masche gewußt. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Immerhin betreibt Fahrer Danny Wiedergutmachung und schreibt mir in thailändischer Schrift die verschiedenen Schlangennamen auf, damit ich diese Köstlichkeiten der thailändischen Küche probieren kann. Hmmm, ich bin ja ein wirklicher Fan der Thaiküche, aber soweit geht dann
meine Liebe doch nicht.
Also, auf einen neuen Versuch am nächsten Tag. Zufällig treffe ich wieder auf Tuktuk Fahrer Danny, und wieder hat die Schlangenfarm geschlossen!!!! Nein, mein Freund,
mit mir heute nicht, nicht noch mal diese Tour.
Um 10.30 Uhr setze ich mich ins Taxi, Ziel die Schlangenfarm. Bei meinem berühmten Glück, erwische ich natürlich einen Fahrer, der kein Wort englisch spricht und wohl zum erstenmal in Bangkok Taxi fährt. Ich halte ihm das Wort "Schlangenfarm" in thailändischer Schrift unter die
Nase. Er nickt eifrig und fährt los. Zwar kenne ich mich in Bangkok kaum aus, aber die Richtung stimmt wohl nicht so ganz, die der Fahrer einschlägt. Am vermeintlichen Ziel angekommen,
stellt sich heraus, das ist die Schweizer Botschaft.
Nein, da will ich ganz bestimmt nicht hin, verzweifelt überlege ich, nachdem der Fahrer auch das Wort: Rama four Road, nicht versteht, wie ich ihm mein Ziel verständlich machen kann. In der
Nähe der Schlangenfarm ist der Lumpini Park, also neuer Versuch. Er murmelt etwas, das wie " Lumpenhund" klingt. Das Ziel scheint er zu verstehen. Tatsächlich bin ich in wenigen Minuten am Lumpini Park. Leider weiß ich nicht in welcher Richtung denn nun die Schlangenfarm liegt, also wieder Tuktuk. Für die paar Meter will der Fahrer 50 Baht, aber ich hab jetzt keine Zeit für Diskussionen, so wird der Preis akzeptiert. 3 Minuten später und 400 mtr. weiter hält er
tatsächlich am Eingang der Schlangenfarm.
Es ist 7 Minuten nach 11, die Vorstellung hat schon begonnen als ich ankomme. Die Vorführung ist sehr interessant und informativ. Es werden verschiedene Schlangen gezeigt. Hauptthema natürlich die Kobras. Angriffe der Kobras werden provoziert, zum erstenmal höre ich das Fauchen einer
Kobra beim Angriff. Die Giftzähne werden gemolken. Das gemolkene Gift wird benötigt um das Gegengift herzustellen.
Diverse andere Schlangen, giftige und ungiftige werden mit entsprechenden Erklärungen vorgeführt. Eine ungiftige Rattenschlange ist ziemlich aggressiv. Madame scheint schlecht geschlafen zu
haben, fuchtelt wild herum und beißt nach allem was sich bewegt. Sie beißt sich in den Unterarm des Vorführers fest. Etwas lädiert und blutend bringt er das verückte Vieh zurück ins Gehege. Nach der Vorführung kann man noch in das Schlangenmuseum, sowie zu den Gehegen der dort
lebenden Schlangen. Als ich an das Gehege einer Königskobra trete, stellt diese sofort den Kopf hoch und bläht sich auf. Kobras sind ja sehr scheue und nicht aggressive Schlangen, aber dieses Riesenexemplar scheint das nicht zu wissen. Das Vieh ist etwa 3 Meter lang und so dick wie
mein Oberarm.
Würde mir dieses Exemplar im Freien begegnen, ich glaube mich träfe der
Schlag.
Mit dem Redner der Vorstellung kann ich mich nach der Vorführung unterhalten. Beim Gespräch fällt mir auf, daß der Zeigefinger seiner Hand stark verstümmelt ist. Er wurde von einer grünen Krait gebissen, bei rechtzeitiger Behandlung besteht zwar keine Lebensgefahr, aber der
Biß dieser Schlange verursacht starke Verstümmlungen. Er erzählt, daß eine vierwöchige Behandlung im Krankenhaus notwendig war.
Öffnungszeiten und Vorführungen der Schlangenfarm:
Wochentags geöffnet von 8.30 bis 16.30 , Mittagspause von 12.00 bis 13.00 Uhr
Wochenende und Feiertage geöffnet von 8.30 bis 12.00
Vorführungen 11.00 und 14.30 unter der Woche, am Wochenende und an Feiertagen 11.00 Uhr.
Eintrittspreis 70 Baht
Über ein Reisebüro versuche ich noch meine Weiterreise nach Koh Chang zu organisieren. Mit
dem Agenten gibt es ein kleines Mißverständnis. Angeblich gibt es auf Koh Chang keine
Unterkünfte. Nachdem ich heftig protestiere und erkläre, das könne nicht sein, telefoniert er noch mehrere Male aufgeregt, mit dem Ergebnis, das Ganze wurde falsch verstanden. Die Insel
Koh Lan hat keine Unterkünfte, aber ich will ja nach Koh Chang. 750 Baht soll die Fahrt mit
Minibus, sowie der Bootstrip kosten . Abholung mit Minibus im Hotel ist inklusive.
Wesentlich billiger wird der Trip, wenn man die Anreise auf eigene Faust organisiert. Ab dem
Eastern Bus Terminal fahren stündlich Aircon-Busse nach Trat. Von dort kann man mit einem Songthaew zum Pier nach Laem Ngop fahren, um anschließend das Boot zur Insel Koh Chang
zu besteigen. Kosten etwa 250 / 270 Baht.
Da ich es aber angenehmer finde, vom Hotel abgeholt und direkt zum Pier gebracht zu werden, entscheide ich mich für die teurere Variante.
Aber auch bei den Reisebüros gibt es große Preisunterschiede. Nachdem ich den Trip Koh Chang schon gebucht hatte, war der gleiche Trip in einem anderen Reisebüro schon für 550 Baht zu
haben.
Vorsicht bei Buchungen in der Khao San Road. Angeblich soll es dort viele betrügerische Reisebüros geben.
>>von Bangkok zur Insel Koh Chang
>> Bangkok im Internet
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